Was sind Parasiten?

Unter dem Begriff „Parasiten (im engeren Sinne)“ fasst man folgende Erreger zusammen:
- Einzellige Parasiten oder Protozoen (z. B. Amöben, Toxoplasmen, Malaria-Erreger)
- Mehrzellige Parasiten oder Würmer (z. B. Spulwürmer, Bandwürmer, Egel) sowie Insekten, Milben und Zecken, die vor allem als Überträger von Krankheitserregern große Bedeutung haben

Wo kommen Parasiten vor?

Parasiten kommen weltweit vor, sie sind nicht nur auf die warmen Gebiete der Erde (z. B. Subtropen, Tropen, Mittelmeergebiet) beschränkt, sondern kommen auch in gemäßigten (z. B. Mitteleuropa) und sogar in kalten Regionen (z. B. Arktis) vor

Wie werden Parasiten auf den Menschen übertragen?

- Beim Verzehr von pflanzlichen Nahrungsmitteln (Salate, Wassernüsse, Brunnenkresse, Bärlauch), die mit Parasiten behaftet sind (z. B. Großer Leberegel, Großer Darmegel, Fuchsbandwurm)

- Beim Verzehr von parasitenhaltigem, zu wenig gegartem oder rohem, meist aus dem Ausland (z. B. Balkanländer) stammendem Fleisch (z. B. Rinderbandwurm, Schweinebandwurm, Trichinen) oder Fisch (z. B. Fischbandwurm, Katzenleberegel, Chinesischer Leberegel, Heringswurm)

- Beim Verzehr von parasitenhaltigen, zu wenig gegarten oder rohen Krabben oder Schnecken (z. B. Lungenegel). Beim Verschlucken von Parasiten, die über verschmutzte Hände (Schmutz- und Schmierinfektion) nach Kontakt mit Erdboden, beim Beeren- , Pilze- oder Holzsammeln in den Mund gelangen (z. B. Lamblien, Amöben, Fuchsbandwurm, Hundebandwurm, Hundespulwurm, Katzenspulwurm, Schweinespulwurm)

Beim Verschlucken von Parasiten mit Wasser oder anderen Getränken (z. B. Amöben, Lamblien, Kryptosporidien)

 

Durch aktives Eindringen von Parasiten in die Haut: z. B. Hakenwürmer, Zwergfadenwurm und Pärchenegel (v. a. in den Tropen und Subtropen)

Durch Einbringen von Parasiten in den Menschen durch Insekten (z. B. Malaria-Erreger, Schlafkrankheits-Erreger und Erreger von Filariosen - nur Tropen und Subtropen -, Hundehaut- und Hundeherzwurm) oder Zecken (Babesien)